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Posts Tagged ‘– nachhaltig leben’

Reinigugsmittel selbermachen
Nachhaltige Lebensweise heißt auch, wenig Chemikalien zu verwenden. Gerade im Bereich Putzmittel ist die Auswahl riesig und viele Mittel sind sogar sehr gesundheitsschädlich. Doch wir wollen gesund leben und keine Wohnung, die chemisch sauber riecht. Wir wollen uns wohlfühlen, es gemütlich haben und dazu gehört natürlich auch ein gewisses Maß an Sauberkeit.
Als ich vor einiger Zeit diesen Blog über nachhaltige Lebensweisen entdeckte, in dem Ideen zur Herstellung von Putzmittel standen, musste ich es gleich ausprobieren. Kennt ihr das eigentlich auch: etwas lesen, sehen und entdecken und es sofort selber ausprobieren wollen? Ich liebe es, neue Erfahrungen zu sammeln und experimentiere gern.
Zitronen-Essigreiniger selbermachen
Ein Putzmittel für Küche und Bad

Eigentlich ist es ganz einfach, einen einfachen Haushaltsreiniger herzustellen:
Zitronenschalen (diese haben wir im Moment genügend, da wir gern heiße Zitrone trinken) werden mit Essigessenz in einem geschlossenen Glas 4 Wochen an einem warmen Ort aufbewahrt. Warm heißt in diesem Fall ein normaler warmer Raum und kein kalter Keller oder Ähnliches. Essigessenz gibt es in jedem Supermarkt in kleinen Flaschen und kostet nicht viel. Das Glas habe ich hin und wieder geschüttelt.  Anschließend ist es ganz einfach: die Flüssigkeit durch einen Trichter gießen und fertig ist der Haushaltsreiniger. Er kann jetzt vor dem Gebrauch noch verdünnt werden, je nachdem wie stark verkalkt die zu reinigenden Flächen sind. Bei leichter Verschmutzung ist eine Verdünnung mit der 4fachen Menge Wasser angebracht.  Beeindruckend finde ich die schöne gelbe Farbe, ich hätte nicht gedacht, dass die Zitronenschale so färbt.  Essig- und Zitronensäure ist besonders effektiv gegen Kalk und schlechte Gerüche. Also habe ich gleich unsere Dusche damit geputzt, natürlich habe ich den Reiniger verdünnt. Und ich bin begeistert: die Kalkränder verschwinden schnell, obwohl es natürlich kein Wunder ist, denn Essigessenz und Zitronensäure sind ätzend. Der Vorteil dieses selbstgemachten Putzmittels ist ganz einfach: es funktioniert, ich kenne die Inhaltsstoffe und es kostet nicht viel.
selbermachen Lavendel-Essig-Reiniger
Ähnlich einfach ist die Herstellung eines Lavendel-Essig-Reinigers. Ein gebrauchtes Lebensmittelglas mit Lavendelblüten füllen und anschließend mit Essigessenz aufgießen. 4 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und hin und wieder schütteln. Dann durch ein Sieb gießen und in ein altes Glasgefäß abfüllen. Ich habe diesen Reiniger in eine alte Balsamico-Flasche gegossen. Das kann man natürlich nur in einem Haushalt ohne Kleinkinder machen. Das Putzmittel sieht wirklich fantastisch aus und ich habe direkt Lust bekommen, sofort mit dem Putzen und somit ausprobieren des neuen Reinigers anzufangen. Auch diesem Reiniger habe ich verdünnt und er funktioniert fantastisch. Hinterher riecht es tatsächlich ein bisschen nach Lavendel und Essig, aber der Geruch verfliegt sehr schnell.

Ich habe gelesen, dass der Lavendel neben dem guten Duft auch keimtötende Wirkung hat.  Mir reicht es, wenn unsere normalen Verschmutzungen auf möglichst einfache und Art und Weise verschwinden 😉

 

Ein einfaches Lavendel-Öl herstellen
einfaches Lavendelöl selbermachenUnd wenn ich schon beim Experimentieren bin, wird gleich einiges mehr getestet. Also habe ich versucht, ein einfaches Lavendelöl herzustellen, nach folgender Anleitung .  Auch diese Zutaten habe ich an einem warmen Ort, also in einem normalen Zimmer, in dem häufiger die Sonne zu sehen ist, stehen lassen und immer mal wieder geschüttelt. Ich hatte Angst, dass der Lavendel ohne Schütteln schimmeln würde. Es ist glücklicherweise in den 6 Wochen nicht passiert. Auch dieses Gemisch habe ich durch ein Sieb gegossen und anschließend in ein Glasgefäß gefüllt. Echtes Lavendelöl wird destilliert und hat natürlich ein ganz andere Qualität. Aber auch dieses Öl riecht ganz schön und ich habe es  als Raumduft mit Holzstäbchen als Verteiler in den Eingangsbereich gestellt.

Einfaches Rosenöl selbermachen:
einfaches Rosenöl herstellen
Als Letztes habe ich die Anleitung für die Herstellung von Rosenöl von dem Blog langsamerleben.wordpress.com getestet.
Da ich in letzter Zeit viel zu tun hatte, bin ich erst nach 6 Wochen dazu gekommen, die Rosen-Öl-Mischung durch ein Sieb zu gießen und somit zu trennen. Auch hier kann ich sagen, echtes Rosenöl, das durch Destillation entstanden ist, ist natürlich etwas ganz Anderes, Wunderbares, Kostbares. Aber für diese einfache Herstellungsart ist das Ergebnis erstaunlich gut.
Insgesamt bin ich begeistert, denn es macht einfach Spaß Neues auszuprobieren und sich mit Putzmitteln und deren Beschaffenheit zu beschäftigen. Allerdings war ich nie eine Anwenderin von fiesen Haushaltsreinigern, sondern verwende seit Jahren Produkte der Firma HaRa, mit denen ich sehr zufrieden bin. Doch zwischendurch darf es auch mal was Neues sein. Jetzt muss ich es nur schaffen, regelmäßig meine Zitronenschalen in Essigessenz zu legen, damit ich immer genügend Reiniger parat habe. Alles eine Frage der Routine, lassen wir uns überraschen 🙂

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Neulich hatten wir Besuch und fantasierten, wie wohl einmal das Leben zukünftiger Generationen aussehen könnte. Dabei waren wir uns einig, unseren Kindern eine Welt mit weniger Konsum, langsamerem Leben, entschleunigtem Arbeiten und vielen sinnlichen Erlebnissen zu wünschen. Nahe liegend, in diesem Zusammenhang einmal über die eigene Situation nachzudenken und eventuell mal wieder ein wenig im Alltag nachzubessern.

Deshalb habe ich beschlossen, eine kleine Serie „Nachhaltig und umweltbewusst leben“ zu schreiben. Ich beginne mit Einkauf von Lebensmitteln.

Wochenmarkt in albersdorf

Lebensmittel

Ein Satz ist für unsere Kaufentscheidungen sehr von Bedeutung: „Der Konsument hat die Macht. “ Und genau das stimmt: mit jedem Einkauf entscheiden wir, welche Produkte sich auf dem Markt durchsetzen. Auch wenn man dazu neigt, die eigenen Entscheidungen als unbedeutend einzuschätzen: auch die große Masse setzt sich aus lauter Einzelentscheidungen zusammen. Jede einzelne Entscheidung zählt.

Gemüse auf dem Wochenmarkt

Und wir haben eine feste Vorstellung davon, welche Art Lebensmittel wir unterstützen wollen. Dabei handeln wir beim Einkaufen nach folgenden Regeln:

  1. Wenig Fleisch essen und möglichst regional einkaufen. Keine Massentierhaltung unterstützen. Eier aus biologischer Freilandhaltung mit gutem Futter. Inzwischen essen wir maximal 3 Tage die Woche Fleisch und dann kleine Portionen. Gemüse und Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Reis sind der Hauptbestandteil unserer Mittagessen.
  2. Wir kaufen das meiste auf dem Wochenmarkt im Nachbardorf ein. Dabei sind die Gemüsesorten und auch das Fleisch nicht Bio-zertifiziert, weil die Zertifizieserung für viele kleinere Betriebe zu teuer ist, aber die Gemüsebauern und Viehwirte überzeugen uns mit ihren Konzepten.
  3. Dabei ist auch der Gebrauch von mitgebrachten Einkaufstaschen sehr wichtig, es freut uns, dass allgemein ein Umdenken in Bezug auf Plaktikverpackungen stattfindet.
  4. Auch die Brotwaren sind nicht zertifiziert aber qualitativ hochwertig und aus Vollkornmehl und echtem Sauerteig in einer kleinen Bäckerei gebacken. Man merkt den Qualtitätsunterschied sofort, man ist viel schneller satt.
  5. Der Großteil der Produkte die wir kaufen, sind unverarbeitete Lebensmittel. Es ist einfach gesünder und günstiger, selber zu kochen.
  6. D.h. wiederum, wenig Fertigprodukte. In Fertigprodukten sind uns zu viele Zusatzstoffe, die wir nicht kennen und wollen.
  7. Kaffee kaufen wir fair gehandelt und Bio, allerdings Supermarktqualität und da sind wir uns nicht ganz sicher, ob das okay ist. Bekommen die Kaffeebauern vor Ort wirklich mehr Geld?
  8. Tee und Gewürze sowie Öle kaufen wir nur in guter Bioqualität.  Gerade in Bezug auf Kräuter, Gewürze und Tee möchte ich keine mit Pestiziden gespritzten Produkte  haben. Und wer gute Gewürze verwendet, weiß, dass man den Unterschied schmeckt und Kräuter in vielen Fällen sogar heilende Wirkung haben. Ebenso wichtig sind hochwertige Öle, die vom Körper einfach besser verarbeitet werden. Da man im Verhältnis zu anderen Produkten wenig Öl, Gewürze und Kräuter benötigt, geben wir hier bewusst mehr Geld aus.
  9. Wasser ist unser Hauptgetränk und wir trinken  meistens Leitungswasser, weil die Qualtität einfach gut ist, es schmeckt und günstig ist. Manchmal legen wir auch ein paar Zitronenscheiben oder Pfefferminzblätter hinein, um ein wenig Geschmack zu haben.
  10. Milchprodukte: wir kaufen nur neutrale Biojoghurts und wenn wir Geschmack wollen, kommen frische Früchte oder selbstgemachte Marmelade hinein. Butter und Sahne nehmen wir in Bioqualtiät, hier haben wir erstmals lästige aber notwendige Verpackungen.
  11. Selberkochen ist zeitaufwendig? Wir kochen grundsätzlich alle Gerichte für zwei Tage, so halbiert sich die Herstellungszeit.
  12. Reis und Nudeln kaufen wir in Plastikverpackungen, hier müssen wir noch nach anderen Lösungen suchen.
  13. Insgesamt gesehen, kaufen wir eher klassische Lebensmittel
  14. Wir kaufen nur einmal die Woche ein. Dazu machen wir einen Essensplan für die ganze Woche und anschließend die Einkaufsliste. Zuerst gibt es Gerichte mit frischen Waren, die schnell verarbeitet werden müssen, am Ende der Woche einfache Gerichte wie z.B. Pellkaratoffeln mit Quark aus Produkten, die länger haltbar sind.
  15. Einkaufen soll stressfrei sein. Wir nehmen uns genügend Zeit um über den Wochenmarkt zu bummeln und auch anschließend in den Geschäften sammeln wir in Ruhe unsere Produkte zusammen. An der Kasse gucken wir interessiert, was andere Leute einkaufen oder genießen einfach das Nichtstun. Wenn man nur einmal die Woche einkauft ist das durchaus möglich.

Brotwagen auf dem Wochenmarkt

Verratet uns gern, worauf Ihr beim Einkauf achtet und was Euch wichtig ist.

 

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