Farben und mehr

Um die alten Möbelstücke und Objekte nach unseren Vorstellungen – in erster Linie mit ökologischen Materialien und Farben – zu bearbeiten, mussten diese erst beschafft werden. Auf dem Markt gibt es zwar viele Anbieter von ökologischen Lacken und Farben. Doch die meisten waren nur für Wände und Fußböden geeignet, also klare Lacke und Öle. Bunte Lackfarben gibt es nur wenige und diese sehen meistens sehr zurückhaltend in der Farbgebung aus. Wir suchten richtige kräftige, leuchtende Farben. Bei Sehestedter, ein Hersteller von Leinölfarben siehe www.sehestedter.de, haben wir welche gefunden. Diese sind richtig kräftig im Farbton.

Die Farben lassen sich gut verarbeiten, obwohl man viel Geduld haben muss, da die Trocknungszeit – besonders bei den Farben auf Ölbasis – sehr lang ist. Es fehlen eben die Lösungsmittel. Die Gegenstände, welche auch zum täglichen Gebrauch sein sollen, müssen nochmals mit Klarlack behandelt werden, da sich sonst die Farbe „abgreift“ und man einen Antikeffekt bekommt.

Schleifen, Oberflächen behandeln

Das Grundmaterial unserer Möbel ist meistens Massiv- oder in Teilen Sperrholz. Um den neuen Farbanstrich auftragen zu können, müssen die Obeflächen erst bearbeitet werden. Dieser Teil der Aufarbeitung ist meist der Zeitaufwändigste.
Die meisten Oberflächen bestehen aus Kunstharzlacken. Es gibt nun die Möglichkeit die Farbe abzubeizen, was aber weniger ökologisch ist. Das Lackieren ist meist mit Ökofarben nicht mehr möglich, da die Lösungsmittel eine andere Zusammensetzung haben. Farben auf Wasserbasis verfärben sich. Die zweite Möglichkeit ist eben das Schleifen.

Beginnen kann man ruhig mit einer groben Körnung (80er / 100er ). Da dieses eine staubige Angelegenheit ist, bitte an Arbeitsschutz denken ( Mundschutz / Staubmaske / Schutzbrille). Eine Absaugung wäre optimal.

Als Schleifmaschinen haben sich bei uns der Exenterschleifer für große Flächen und der Dreiecksschleifer für Sprossen, Leisten usw. bewährt. Bei Stäben und Verzierungen haben wir eine rotierende Kunststoffbürste in eine  Bohrmaschine gespannt und damit gearbeitet. Aber Vorsicht, man rutscht schnell mal ab.

Wenn die grobe Arbeit beendet ist, das Möbelstück feucht (nicht nass) abwischen, damit der Staub herunter ist, danach trocknen lassen. Ist das Möbel trocken, stellt man fest, dass die Oberfläche rauh ist. Durch das feuchte Abwischen stellen sich die gebrochenen Holzfasern auf, dieses ist auch gewollt. Sonst passiert dieses beim Lackieren. Also das ganze nochmal schleifen, dieses mal mit feinerem Sandpapier. Das ganze so oft wiederholen, bis die Oberfläche glatt ist.
Meist muss man nach dem ersten Voranstrich nochmals schleifen.