Alter Küchenschrank im neuen Glanz

Bei der Suche nach geeigneten Möbeln zum Auf- und Umarbeiten sind wir bei einem Haushaltsauflöser auf ein altes Küchenbuffet gestoßen. Das Möbelstück hatte wohl schon mehrere Vorbesitzer, denn es wurde schon mehrmals
übergestrichen. Nach einigen Tagen Bedenkzeit hatten wir uns entschlossen, dieses Stück zu erwerben. Als wir uns auf einen Preis geeinigt hatten, konnten wir es dann mitnehmen. Das erste große Möbelstück.

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Als erstes haben wir alle Flächen abgeschliffen. Es kamen hierbei etwa vier Anstriche plus Originallack zum Vorschein.
Einige kleine Beschädigungen konnte man mit etwas Lackspachtel ausbessern. Danach haben wir mit dem Voranstrich begonnen. Die Farbe haben wir mit einem Lackfarbroller aufgetragen. Nach dem Trocknen stellten wir fest, dass das Holz die Farbe komplett aufgesogen hatte, also mussten wir den ganzen Schrank nochmals streichen. Nun deckte die Farbe richtig. Da das Buffet aus zwei Teilen bestand, zeigen wir hier nur das Oberteil.

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Damit die Oberfläche glatt wird, mußte nach jedem Farbanstrich die Oberfläche mit feinem Sandpapier geschliffen und entstaubt werden. Die Vorarbeiten waren nun abgeschlossen und es konnte zum eigentlichen Farbauftrag kommen. Wir entschlossen uns den Schrank rot zu lackieren und einige Details andersfarbig zu gestalten.

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Das Buffet wurde von Innen und Außen komplett lackiert. Als Kontrast haben wir das Innenteil und die Vorderfront des Korpus orange gestrichen, so dass sich die Türen farblich abhoben.

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Werstattsuche, das Finale

So, nachdem wir Euch über die erfolglosen Termine berichtet haben, kommen wir jetzt zum Happy End der Geschichte. Wir hatten es schon fast aufgegeben irgendetwas zu finden, denn die Suche dauerte ein Vierteljahr. Eines Tages rief uns ein privater Vermieter an und fragte nach ob wir noch Interesse an einer Werkstatt haben. Die Antwort war natürlich „Ja“.

Er sagte, es wären so 150m², müsste aber ein wenig renoviert werden, ist beheizt, Strom und Wasser sind auch da. Kurz nachgedacht und noch am gleichen Tag hingefahren.

Das Gebäude befand sich auf einem Hinterhof. Der erste äußere Eindruck war ein wenig, wie soll man sagen, so ähnlich wie: hoffentlich fällt das Ding nicht um oder so. Das Haus ist zweistöckig.

Erstmal guckten wir uns unten um. Ein riesiger Raum, ca. 90m². An Vorder- und Rückseite große Fenster,an den Seiten auch, zum Teil zugenagelt. Die Sanitäranlagen standen frei im Raum. Der Vormieter hatte alles selbst dort eingebaut und musste alles wieder rausreißen. Das war nicht sehr schlau, wie auch der Vermieter bemerkte. Also der Raum war nicht nobel, aber für unsere Zwecke wie geschaffen.

Nun ging es nach oben. Der obere Teil sah wesentlich besser aus. Zwei Räume, ca 50 und 40 m², auch an beiden Seiten große Fenster und in dem einem Raum Lichtkuppeln.
Hier ließen sich unsere Möbel lackieren.

Im hinteren Teil war sagar ein Holzfußboden eingebaut und dadurch wirkte der Raum warm und freundlich. Inzwischen haben wir hier unsere Objekte und Möbel ausgestellt.

Wir haben bei diesem Angebot nicht lange nachgedacht. Da auch die Miete super niedrig ist und die Kosten sich in Grenzen halten, haben wir dann auch zugeschlagen. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit der Werkstatt – ein richtiger Glücksgriff. Mit dem Vermieter gab es glücklicherweise auch noch keinen Ärger.

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Werkstatt suchen, neuer Versuch

Da wir nach den letzten Erfahrungen keine rechte Lust mehr auf solche Besichtigungen hatten, haben wir selbst eine Anzeige aufgegeben. „Künstler sucht Werkstatt oder Atelier, max. 300,-Euro Miete“. Jetzt waren wir gespannt, was passieren würde.

Erstmal nix. Dann nach einigen Tagen kamen die ersten Angebote.

Eine Garage, 45m², 15 km außerhalb von Kiel, natürlich nicht beheizt. Abgehakt.

Ein Tischler bot uns einen Teil seiner Werkstatt an. Auch diese ca. 25 min. Fahrzeit von Kiel entfernt. Ansehen kostet ja nicht viel. Also hin. Die Werkstatt befand sich auf einem Gutshof, sehr schön gelegen. Der Raum grenzte an die Tischlerei an, hatte viele Fenster und die Größe war mit gut 80 m² auch ok. Nach näherem Hinsehen stellten wir
fest, dass es keine Heizkörper gab. Auf Nachfrage bekamen wir die Auskunft, dass es hier eine moderne
Holzheizung gab, in der der Werkstattbenutzer seine Holzspäne verbrannte. Die Heizanlage befand sich nur in der eigentlichen Werkstatt und wurde auch nur angemacht, wenn es richtig kalt wurde. Da wir unsere Möbel und Objekte
lackieren, brauchen wir dafür mindestens 15 Grad plus, nicht minus. Ganz staubdicht war der Raum auch nicht. Leider wieder nichts, aber der Vermieter war sehr nett.

Nun noch ein zum Besten: Wieder ca. 20 min. Fahrzeit von Kiel entfernt wurde uns eine Stallung direkt vom Eigentümer angeboten. Also packten wir Proviant ein und los ging’s. Auf dem Bauerhof angekommen wurden wir gleich
von der Familie empfangen (mit Familienanschluß? sehr nett, aber nicht in unserem Sinne. umpf!!!) Nach kurzem Gespräch und der so wunderbar umschriebenen Immobilie, ging’s zur Besichtigung. Erst durch einen Vorraum, der ganz gepflegt aus sah, dann durch einen Eingang in den ehemaligen Kuhstall. Dieser Raum war zwar sehr groß ,300 m², etwas mehr oder weniger spielt hier keine Rolle. Die alten Pferche von den Kühen waren noch vorhanden, alles war mit alten/neuen Gerätschaften vollgestellt. „Man würde das alles auf eine Seite stellen und den halben Stall kann man dann nutzen“. Gut und schön, aber mit kaputten Fenstern und einem riesigen Scheunentor auf der Giebelfront, welches sich
nicht richtig schließen lies und ohne Heizung war die Räumlichkeiten doch nicht das, was wir suchten.

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Werstatt suchen, das Abenteuer geht weiter

In den nächsten Wochen ging es dann weiter mit Besichtigungen, wir geben hier nur einige wenige Beispiele auf die man gefasst sein muss. Eines habt Ihr vielleicht schon im vorherigen Artikel gelesen. Wir waren ja immer optimistisch, dass mit der nächsten Anfrage der richtige Raum oder das ultimative Gebäude dabei sind.

Wir riefen wieder aufgrund einer Anzeige einen Makler an: er bot uns ein Hinterhaus an mit Zufahrt, zentral gelegen. Also sofort Termin für den gleichen Tag gemacht und zuversichtlich hingefahren.

Der erste Eindruck war super. Die Zufahrt war groß genug und zu dem Gebäude gab es auch eine Garage und einen Stellplatz. Der erste Eindruck war ok. Nach einigen Minuten des Wartens kam der Makler um uns die Räumlichkeiten schmackhaft zu machen. Also auf zur Besichtigung.
Als erstes die Garage, mit Efeu bewachsen und klemmenden Holztüren. Das Innere glich einer echten Tropfsteinhöhle. Wir wussten gar nicht, das es so etwas in Kiel gib. Vielleicht eine Touristenattraktion? Dann ging es weiter, durch die Eingangstür, vielleicht ein wenig schmal und dann… nach geschätzten einem Meter .. eine Wendeltreppe, 80cm breit :) ) super. Rechts davon war ein ca. 15m² großer Raum in dem man aber nur quer an der Treppe vorbei hinein kam. Hier setzte sich die angrenzende Tropfsteinhöhle der Garage fort. Jetzt noch in den ersten Stock. Es gab zwei Räume, von der Größe her war das ok, zusammen ca. 70m².Wie bekommen wir die Möbel in den ersten Stock? Wieder Einer der nicht zugehört hatte. Als der nette Mensch dann auch noch seine Preisvorstellung 450? + 50? für die Garage und Nebenkosten sagte, hatte sich die Sache so wie so erledigt. :crazy:
Unsere Suche ging dann weiter und wie wurden zwar präziser mit unseren Nachfragen und Anforderungen, doch es half alles nichts, das Abenteuer sollte noch kein Ende haben.

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Werkstatt suchen und finden oder der Albtraum an sich

Wir hatten einen Traum: eine große geräumige Werkstatt, möglichst auf einem Hinterhof, einigermaßen Zentral gelegen zu einem moderaten Preis. Jeder der schon mal danach Ausschau gehalten hat,denkt gleich: „Sucht mal schön bis ihr schwarz werdet. Ihr seit nicht allein!“ Denn, wer sucht so etwas nicht ?

In Kiel gibt es ein fantastisches Tanzstudio auf einem Hinterhof und dieses Gebäude ist pinkfarben angemalt, mit Blumenkübeln als Deko vor der Tür. Als wir dieses Gebäude gesehen haben war klar: das wäre das Optimale.

Träume sind Schäume, oder doch nicht?

Also frohen Mutes die Anzeigen in der örtlichen Tagespresse studiert. Aber die Ernüchterung kam bald und es war mehr oder weniger frustrierend. Meistens waren die Mieten zu hoch oder die Räume zu klein. Manchmal hatte man den Eindruck, dass die Vermieter, wenn man vorher mit ihnen telefoniert hatte, sie haben nicht richtig zugehört. Da wurden Gebäude ohne Zufahrt oder im ersten Stock mit enger Wendeltreppe angeboten. Obwohl wir gesagt haben, das wir Platz brauchen und mit Möbel arbeiten.

Wir haben uns einige Objekte angeguckt: alte Läden, Garagen, Ställe.
Das erste was wir uns angesehen hatten war der hintere Teil eines ehemaligen Lebensmittelladens. Der vordere Teil war als Büro vermietet. Hier gab es eine große Eingangstür und Schaufenster, wäre gut gewesen. Der restliche Teil hatte zwar eine eigene Eingangstür, aber keine Fenster.
Toll! Arbeiten im Dunkeln, denn die Beleuchtung war auch defekt und hätte überholt werden müssen. Außerdem war hier eine private „Mülldeponie“. Zum vorderen Teil gab es auch nur eine dünne Trennwand, die Jungs und Mädels hätten sich sicher über unsere Schleif- und Bohrmaschinen gefreut.

Das war also das erste Erlebnis, aber nicht das Letzte. Auf zu neuen Abenteuern im „Großstadtdschugel“.

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